„Wie viele Sklaven halten Sie?“

Wie viele Sklaven halten Sie?

Ein Plädoyer für „Fairen Handel“, der Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern im Fokus hat und von Konsumenten und Unternehmen Einsatz für Verbesserungen einfordert.

Buchrezension

Die Wirtschaftswissenschaftlerin untersucht die Produktionsbedingungen in Ländern, die mit billigen Arbeitskräften für die stete Versorgung mit preiswerten Waren sorgen. Das geschieht nicht mit sicheren oder gar fairen Arbeitsbedingungen, wie Beispiele der vergangenen Jahre traurig belegen. Eingesperrt in unsichere Fabrikationsgebäude, ohne gerechte Löhne geschweige denn Einhaltung arbeits(schutz)rechtlicher Mindestnormen, sind bei Unglücken zahlreiche Menschen, meist Frauen, ums Leben gekommen. An zwei Stellen kann eingegriffen werden: Aufseiten der Unternehmen, die in Billiglohnländern produzieren lassen, und bei unseren privaten Kaufentscheidungen (muss es das x-te T-Shirt für 5 Euro sein?). Die aktuelle Studie greift die im Untertitel genannten Begriffe von „Globalisierung und Moral“ auf und nimmt damit auch uns Konsumenten in den Blick. – Ab mittleren Beständen empfohlen. (von Michael Müller)

Empfohlen von Susanne Fanz, M.A. Print-Marketing borro medien gmbh, Bonn

Ein Buch, das die LeserInnen bereits in seinem Titel provoziert, aber – wie das Buch an zahlreichen Beispielen aufzeigt – nicht zu Unrecht. Die Autorin Eva Hermann, BWL-Professorin und vierfache Mutter, erklärt hier in verständlicher Sprache den Unterschied zwischen wirtschaftlichem und moralischem Handeln und zeigt auf, wie jeder Einzelne seinen Beitrag zu Fairplay leisten kann. Ein Buch, das JEDER lesen sollte.

Verlagsinformationen

Moral lässt sich nicht outsourcen! Wenn Sie Kleidung tragen, Nahrung zu sich nehmen, ein Auto fahren oder ein Smartphone haben, arbeiten derzeit ungefähr 60 Sklaven für Sie und mich. Ob wir wollen oder nicht. Und ohne dass wir das veranlasst hätten. Wie fühlen Sie sich damit? Dies fragt BWL-Professorin Evi Hartmann und meint es nicht rhetorisch! Unsere Wirtschaft macht uns alle zu Sklavenhaltern – das führt uns jedes Drei-Euro-T-Shirt und jede Reportage über die Sweatshops in der Dritten Welt vor Augen. Dennoch machen wir weiter mit. Wir können die Globalisierung nicht abschaffen, auch können wir die Spielregeln nicht ändern. Doch wir können anders spielen, zeigt die Expertin für globale Netzwerke.

 

Evi Hartmanns Buch …

  • zeigt: Menschen werden ausgepresst, Preise immer stärker gedrückt. Die Fabrikarbeiterinnen in den Sweatshops verlieren Gesundheit und Leben und wir unsere moralischen Grundsätze, intakte Umwelt und Weltklima. Wir wissen das und wir machen trotzdem alle immer weiter mit – als Unternehmer, Manager, Professoren, Lehrer, Konsumenten.

  • ist weit mehr als eine kritische Analyse.

  • ist ein Wegweiser, wie Fairplay in der Globalisierung funktioniert – aufgezeichnet von einer BWL-Professorin und vierfachen Mutter.

  • ist drastisch, originell und aus dem persönlichen und unternehmerischen Alltag gegriffen. Ihr Fazit: Fairplay ist möglich, jeden Tag neu!

  • ist die persönlichste Globalisierungskritik, die Sie je gelesen haben.

  • ist keine Aufforderung, die Globalisierung abzuschaffen.

  • bietet eine Anleitung zum kritischen Denken und pragmatischen Handeln.

 

Buchrezession und Verlagsinformation von Michael Müller – borromedien.de